Muss der Mieter für Steuern und Versicherungen aufkommen?

geschrieben am 07.07.2013 von Rainer Kronauer

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt. Sollten Sie konkrete Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Unter 06241/933 90 90 stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Viele Vermieter haben eine Immobilie nur deshalb, weil sie ihnen vom Steuerberater als Anlagemöglichkeit empfohlen wurde. Meist kommen Vermieter also nicht aus der Branche und betreiben das Vermieten auch nicht gewerbemäßig. Daher fehlt vielen Immobilienbesitzern auch das umfassende Wissen, das bei der Vermietung wichtig wäre. Ein Streitpunkt, der schnell erreicht ist, sind die Nebenkosten. Für die Immobilie müssen Vermieter Steuern bezahlen. Außerdem können auch unterschiedliche Versicherungen für ein Haus abgeschlossen werden – die einen sind Pflicht, die anderen freiwillig. Dazu kommen kostenintensive Arbeiten am Haus, Gemeinschaftseinrichtungen, Stromkosten für den Treppenaufgang usw. Viele Vermieter sehen darin Nebenkosten und schlagen diese als Nebenkosten auf die Miete auf. Doch nicht alle diese Kosten sind dabei durch den Mieter zu tragen.

Nicht jede Versicherung kann auf den Mieter umgelegt werden


Viele Kosten dürfen nur anteilig auf den Mieter umgelegt werden. Dazu gehören auch die meisten Versicherungen. Jene Versicherungen beispielsweise, die ausschließlich den Vermieter schützen sollen, gehören nicht dazu. Wohnt ein Vermieter im selben Haus und schließt eine Hausratversicherung für sich ab, muss er diese auch selbst bezahlen. Eine Mietausfallversicherung hat der Vermieter ebenfalls nicht zu tragen.

Nicht so hingegen bei reinen Gebäudeversicherungen: diese sind anteilig auch vom Mieter zu tragen. Die Grundsteuer kann ebenfalls anteilig auf den Mieter übertragen werden. Bei laufenden Kosten wird es schon wieder heikel: steht eine einmalige Reparatur der Heizungsanlage an, sind die Kosten nicht unter den Betriebsnebenkosten zu verbuchen, für die der Mieter mit aufzukommen hat.


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Einmalige Reparaturarbeiten keine Nebenkosten, Wartungen hingegen schon


Überprüft allerdings ein Wartungsteam den Zustand der Heizung, gehören diese Kosten wieder zu den Nebenkosten. Ebenfalls ausschlaggebend sind die Kosten der Nebenkostenabrechnung. Der Vermieter muss sich die Frage gefallen lassen, ob der Mieter dieselben Kosten verursacht hätte, wenn er sich selbst darum hätte kümmern können oder ob er wirtschaftlicher hätte handeln können. Allerdings haben die deutschen Gerichte auch betont, dass der Vermieter keineswegs das billigste Angebot beanspruchen muss. Schließlich steht ja auch die Qualität der Leistung, die gekauft wird, im Mittelpunkt. Auf beiden Seiten, also beim Vermieter als auch beim Mieter gilt es daher, die Nebenkostenabrechnung mit größter Sorgfalt zu erstellen bzw. zu überprüfen. Statistisch betrachtet ist in Deutschland jede zweite Nebenkostenabrechnung falsch berechnet – unabhängig davon, ob nun zum Vor- oder Nachteil von Mieter bzw. Vermieter.


Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team von RE/MAX Invest Worms, Ihrem Immobilienmakler in Worms, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!


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