In welcher Höhe dürfen Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden?

geschrieben am 05.05.2013 von Rainer Kronauer

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt. Sollten Sie konkrete Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Unter 06241/933 90 90 stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.


Die Betriebs- oder Mietnebenkosten sind ein häufiger Streitpunkt. Was darf auf den Mieter umgelegt werden und vor allem in welcher Höhe. 
Hier gilt es, zwischen zwei Vereinbarungsoptionen zu unterscheiden: die Nebenkostenpauschale sowie die Abschlagszahlung. Die Pauschale ist zwingend der Betrag, der vom Mieter zu erbringen ist. Nachzahlungen oder Rückzahlungen sind dabei nicht vorgesehen oder gestattet. Die Abschlagszahlung hingegen bedeutet eine geschätzte monatliche Summe, die dann am Jahresende mit den tatsächlichen Kosten verrechnet wird. Die Höhe der monatlichen Betriebskosten, die der Mieter zahlen muss, bewegen sich in einem gewissen gesetzlichen Rahmen.

Die Höhe der Nebenkosten festlegen


Mieter- und Vermieterorganisationen erstellen nahezu jährlich neue Miet- und Nebenkostenspiegel, aus denen die Höhe der zu zahlenden Nebenkosten hervorgeht. Allerdings werden diese Kosten von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Dazu gehört die Bausubstanz, die Region, die technischen Gegebenheiten der Heizung und vieles mehr. Fest steht jedoch, dass sich die Betriebskostenabschlagszahlung oder Pauschale in den regionalen Durchschnittswerten bewegen müssen. Bei der vereinbarten Höhe der Abschlagszahlung kommt zumeist die Betriebskostenabrechnung aus dem Vorjahr zum Tragen. Fest steht zudem, dass eine vereinbarte Betriebskostenabschlagszahlung nicht ohne Weiteres erhöht werden darf. Dazu muss dem Mieter zunächst eine ordnungsgemäße Jahresabrechnung vorgelegt werden, damit dieser das auch überprüfen kann.


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Wann dürfen die Nebenkosten erhöht werden und wann nicht


Neuobjekte werden sich wohl ebenfalls an den regionalen Betriebskostenspiegeln von Mieter- und Vermietervereinigungen orientieren, um dann nach der ersten Jahresabrechnung eine entsprechende Angleichung vornehmen zu können. Anhand des neu eingeführten Energiepasses für Immobilien lassen sich für Vermieter schon solche Objekte erkennen, die wahrscheinlich sehr hohe Nebenkosten verursachen, also Altbauten als offensichtliches Beispiel oder aber auch Objekte mit schlechter Modernisierung bzw. Sanierung, bei denen Energieeinsparungsmöglichkeiten bisher nicht berücksichtigt wurden. 
Außerdem gilt es zu beachten, dass für einige Punkte in der Nebenkostenrechnung nur Pauschalen enthalten sein dürfen, während andere Posten sich wiederum an den aktuellen Kosten orientieren – hierzu gehören beispielsweise die Heizölkosten. Bei der Pauschale muss berücksichtigt werden, ob eine mögliche Erhöhung vertraglich berücksichtigt wurde. Ist davon nichts im Mietvertrag zu finden, darf die Nebenkostenpauschale auch nicht erhöht werden.


Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team von RE/MAX Invest Worms, Ihrem Immobilienmakler in Worms, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!


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